In den ersten Wochen reichen meist Wasser, saubere Hände und sanftes Abtrocknen. Tägliches Baden ist nicht nötig. Achten Sie besonders auf den Nabel und den Windelbereich und gehen Sie beim Baden sicher vor.
Der Nabelstumpf ist der eingetrocknete Rest der Nabelschnur, der nach der Geburt am Bauchnabel bleibt. Er fällt meist innerhalb der ersten zwei Wochen ab. Für Frühgeborene, kranke Babys und Babys mit Hautproblemen können andere Empfehlungen gelten. Folgen Sie dann den Hinweisen Ihrer Hebamme oder Kinderarztpraxis.
Den Nabel sauber halten
Waschen Sie sich vor der Nabelpflege die Hände. Reinigen Sie den Nabel einmal täglich vorsichtig mit abgekochtem, handwarmem Wasser und tupfen Sie ihn anschließend trocken. Reiben Sie nicht und ziehen Sie nicht am Nabelstumpf. Schließen Sie die Windel unterhalb des Nabels, damit sie nicht am Nabel scheuert und der Bereich trocken bleibt.
Nach der deutschen Empfehlung dürfen Sie Ihr Baby baden, solange der Nabel nicht entzündet wirkt. Tupfen Sie ihn danach besonders sorgfältig trocken. Desinfektionsmittel oder andere Pflegeprodukte sind ohne ärztliche Anweisung nicht nötig. Wenn die Haut am Nabel deutlich gerötet ist, Flüssigkeit austritt oder eine Schwellung auffällt, fragen Sie Ihre Hebamme oder Kinderarztpraxis.
Den Windelbereich pflegen
Wechseln Sie eine nasse oder verschmutzte Windel zeitnah. Bei jedem Wechsel können Sie den Po mit handwarmem Wasser reinigen und anschließend sanft trocken tupfen. Lassen Sie die Haut zwischendurch an der Luft, wenn es für Ihr Baby angenehm ist. Feuchttücher sind eher für unterwegs gedacht, weil sie die Haut reizen können.
Bei Mädchen reinigen Sie von vorne nach hinten. Ziehen Sie bei Jungen die Vorhaut nicht gegen Widerstand zurück. Reiben Sie beim Säubern nicht kräftig und verwenden Sie keinen Babypuder: Eingeatmeter Puder kann die Atemwege schädigen.
Lassen Sie einen Ausschlag, der sich ausbreitet, schlimmer wird oder anhält, ärztlich untersuchen. Holen Sie ebenfalls Rat, wenn Ihr Baby Fieber hat oder deutlich krank wirkt.
Selten baden, sicher halten
Ein bis zwei Bäder pro Woche reichen als Orientierung. Fünf bis zehn Minuten in klarem Wasser genügen; Badezusätze sind in den ersten Wochen nicht nötig. Die deutsche Empfehlung nennt 36 bis 37 °C für das Badewasser und mindestens 23 °C für den Raum. Lassen Sie kein heißes Wasser nachlaufen, solange Ihr Baby in der Wanne sitzt.
Legen Sie Handtuch und Pflegeutensilien vorher bereit und halten Sie Ihr Baby während des gesamten Bades sicher fest. Lassen Sie es auch für einen kurzen Moment nicht allein in der Wanne. Trocknen Sie es danach vorsichtig ab und achten Sie besonders auf Hals- und andere Hautfalten, in denen Feuchtigkeit stehen bleiben kann.
Gesicht und Körper schonend reinigen
Für die tägliche Pflege genügt meist klares Wasser. Reinigen Sie das Gesicht nur bei Bedarf. Wenn die Augen verklebt sind, lösen Sie die Verklebung vorsichtig mit einem sauberen, feuchten Tuch. Verwenden Sie für jedes Auge ein frisches Pad oder eine saubere Kompresse.
Nase und Ohren müssen innen nicht gereinigt werden. Stecken Sie keine Wattestäbchen in den Gehörgang. Fingernägel sind in den ersten vier bis sechs Lebenswochen meist noch so weich, dass sie nicht geschnitten werden müssen. Kratzt sich Ihr Baby im Gesicht, können Sie die Nägel vorsichtig mit einer abgerundeten Babyschere kürzen.
Häufige Pflegefehler vermeiden
Für die tägliche Babypflege brauchen Sie viele Produkte nicht. Duftende oder alkoholhaltige Feuchttücher, Puder und Mittel, die Sie regelmäßig auf den Nabel auftragen, können die Haut unnötig belasten. Auch tägliches Baden ist nicht erforderlich. Reinigen Sie verschmutzte Stellen lieber gezielt mit Wasser und trocknen Sie sie sorgfältig ab.
Wenn Sie bei einer Veränderung unsicher sind, fragen Sie Ihre Hebamme oder die Kinderarztpraxis, statt selbst Desinfektionsmittel oder Arzneimittel aufzutragen. Wenn Klinik oder Hebamme Ihnen besondere Pflegehinweise geben, folgen Sie diesen.
